Unser Tipp für Sie
Taros Bilder habe ich 2016 bei einer Freiluft-Ausstellung in Leipzig kennengelernt. Sie sind so intensiv, berührend. Daher musste ich das neue Buch von Caroline Bernard auch sofort lesen. Sie erzählt wie aus Gerta Pohorylle und Endré Friedmann Gerda Taro und Robert Capa werden, aus Copains Liebende. Gerda ist aus Deutschland vor den Nazis geflohen, nach Paris. Dort hält sie sich mit Übersetzungsarbeiten und anderem knapp am Leben. Immer in der Befürchtung, zusammen mit ihrer Freundin Ruth nicht die nächste Miete zusammenzubekommen. Sie lernt viele Menschen kennen, die sich in der Not helfen und wenn Geld da ist, wird es geteilt. 1936 beginnt der Spanische Bürgerkrieg und für Gerda und Robert gibt es nur eins, sie müssen dorthin um Kriegsleid und Kriegsgeschehen zu zeigen. Sie wollen die demokratisch gewählte Volksfrontregierung unterstützen.
Caroline Bernard erzählt dieses bewegende Frauenportrait so intensiv, immer nah an der Frau, ich musste es in einem Rutsch durchlesen. Allerdings auch immer wieder inne halten, denn Krieg ist Krieg und den kann niemand einfach weglesen. Vielen Dank für dieses bewegende Buch, dass, leider, so gut in die Zeit passt.
Beschreibung
Eine lebenshungrige Fotografin und ihre große Liebe - Gerda Taro und Robert Capa 'Es gibt einen entscheidenden Unterschied zwischen meinen Fotos und deinen: Du willst die fliegende Kugel zeigen. Ich zeige, was die Kugel mit dem Menschen macht, den sie trifft.' 1935: Im Pariser Exil schließt die junge Gerta mit dem Fotografen André einen Pakt: Er bringt ihr das Fotografieren bei, sie kümmert sich darum, seine Bilder zu verkaufen. Bald werden die beiden als Gerda Taro und Robert Capa gefeiert, und sie verlieben sich. Als dann in Spanien der Bürgerkrieg ausbricht, wagt es Gerda als erste Frau, an vorderster Front zu fotografieren. Die Bilder gehen um die Welt, auch wenn niemand glaubt, dass eine Frau sie gemacht hat. Doch der Erfolg fordert seinen Tribut. Auf der Suche nach dem besten Bild riskieren Gerda und Robert nicht nur ihre Liebe, sondern auch ihr Leben. Die Geschichte der großen Liebe zwischen dem legendären Fotoreporter Robert Capa und Gerda Taro - einer Fotografin, deren künstlerisches Werk erst Jahrzehnte nach ihrem Tod gewürdigt wurde.
Über Caroline Bernard
Caroline Bernard ist das Pseudonym von Tania Schlie. Die Literaturwissenschaftlerin arbeitet seit über zwanzig Jahren als freie Autorin. Sie liebt es, Geschichten von starken Frauen zu erzählen. Ihr Roman 'Frida Kahlo und die Farben des Lebens' führte lange Zeit die Bestsellerlisten an und ist in zahlreichen Ländern erschienen. Im Aufbau Taschenbuch und bei Rütten & Loening liegen von ihr außerdem 'Die Muse von Wien', 'Rendezvous im Café de Flore', 'Die Frau von Montparnasse', 'Fräulein Paula und die Schönheit der Frauen', 'Die Wagemutige' und 'Ich bin Frida' vor.