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ISBN/EAN: 978-3-86754-284-5
Einband: gebundenes Buch
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Originaltitel:
The second murderer
Erschienen am:
Sprache:
Deutsch
Umfang:
304 S.
Format (T/L/B):
2.3 x 18.5 x 12.2 cm

Hersteller:
Argument Verlag mit Ariadne
i.konopik@argument.de
Glashüttenstr. 28
DE 20357 Hamburg


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Die große Hitze

Ein Philip-Marlowe-Roman, Ariadne 1284

24,00 €
inkl. MwSt.

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Beschreibung

Los Angeles 1938. Marlowe misstraut dem millionenschweren alten Patriarchen, dessen verschwundene Erbin er suchen soll. Kann sein, dass das seine Prioritäten ein bisschen verzerrt. Aber irgendwie muss auch die Miete reinkommen. Illusionen abgeneigt, Leere in der Tasche, Neugier im Herzen: Philip Marlowe, Inbegriff und Ursprung des hartgesottenen Detektivs, auferstanden dank der genialen Noir-Autorin Denise Mina, sucht im L.A. der Hütten und Paläste nach einer Wahrheit, mit der er leben kann.

Über Denise Mina, Else Laudan

Denise Mina erhielt für ihre Romane zahllose Preise, was ihr den ironischen Ehren­titel 'Queen of Tartan Noir' eintrug. In jungen Jahren jobbte sie in Bars, einer Fleisch­­fabrik, als Köchin und Krankenpflegehelferin, ­studierte dann Jura an der Uni Glasgow und begann im Anschluss Kriminalromane zu schreiben. Daneben verfasst sie Shortstorys, Hör- und Bühnenstücke, Graphic Novels, TV- und Radiosendungen. 'Die große Hitze' ist ihr vom Raymond Chandler Estate autorisierter Philip-Marlowe-Roman.

Leseprobe

Ich saß am Schreibtisch, Füße hoch, und hielt mich an eine ­Flasche Stimmungspolitur, die ich in der Schublade hatte. Mitte September, eine Hitzewelle erdrückte die Stadt. Sengender Fön wälzte sich von verdorrten Hügeln herab, hob die dünne Staubschicht von Straßen und Gehwegen und färbte den Himmel gelb. Geräusche klangen hart und blechern. Überall schlurften Leute durch körnigen fahlgelben Dunst, sauer und blinzelnd, spuckten auf den Gehweg, warteten auf den Wolkenbruch. Normalerweise trinke ich nicht morgens um halb elf im Büro, aber ich musste einen miesen Geschmack wegspülen. Der Fall Pasco Pete war gelöst, der Mörder in Haft, alle machten weiter wie gewohnt, bis auf mich. Ich konnte nicht. Da war was faul, etwas störte wie ein Mundvoll Suppe mit einem Haar drin, man spürt es kurz auf der Lippe und dann ist es weg. Die Fakten schwirrten mir im Kopf herum, purzelten übereinander, drehten sich im Kreis, immer enger. Etwas stimmte nicht.