Details
ISBN/EAN: 978-3-662-72775-1
Einband: gebundenes Buch
Weitere Details
Auflage:
1. Auflage 2026
1. Auflage 2026
Erschienen am:
27.05.2026
27.05.2026
Sprache:
Deutsch
Deutsch
Umfang:
ii, 674 S.
ii, 674 S.
Format (T/L/B):
3.8 x 24.6 x 17.8 cm
3.8 x 24.6 x 17.8 cm
Hersteller:
Springer Verlag GmbH
juergen.hartmann@springer.com
Tiergartenstr. 17
DE 69121 Heidelberg
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Beschreibung
Die Bayreuther Festspiele feiern 2026 ihren 150. Geburtstag. Seit der Gründung sind sie ein Seismograph deutscher Befindlichkeit (Udo Bermbach), aber auch ein Brennspiegel ästhetischer Prozesse. Das Buch zeigt, wie und warum sich Sinnhorizonte bei den Festspielen verschoben haben. Es beschreibt, wie und warum sich der Umgang mit Wagner diesseits und jenseits der Bühne verändert hat - teils radikal, teils moderat und fast unmerklich. Die 25 Kapitel des Buches widmen sich zentralen Aspekten der Festspiele unter neuen Blickwinkeln und oft auf der Basis unveröffentlichter Dokumente. Zahlreiche Quellen werden erstmals ausgewertet - aus dem Nationalarchiv der Richard-Wagner-Stiftung, aus weiteren Archiven sowie aus privaten Nachlässen. Dazu gehört die Korrespondenz mit weltberühmten Dirigenten (Herbert von Karajan, Wolfgang Sawallisch, Pierre Boulez und viele andere). Auch durch Quellen zur Regie von Heinz Tietjen und dem legendären Neubayreuth bis hin zu den Inszenierungen von Patrice Chéreau oder Götz Friedrich ergeben sich ungewohnte Perspektiven. Briefe, Briefentwürfe, Tagebücher, Protokolle und Berichte werden dabei ebenso einbezogen wie Dirigierpartituren, Regiebücher und Tonaufnahmen. Der Fragehorizont reicht von Wagners eigener Einstudierung des Rings 1876 bis in die Gegenwart. Dass dabei auch Wandlungen des Wagner-Gesangs eine Rolle spielen, versteht sich von selbst. So entsteht ein facettenreiches und vielfach auch neues Bild der Festspiele von der Zeit Richard und Cosima Wagners bis zu jüngsten Produktionen von Barrie Kosky und Tobias Kratzer. Es zeigt sich: Bayreuth ist stets das Besondere und das Allgemeine zugleich, von Menschen gemacht, gefeiert, kritisiert, verdammt.
Über Stephan Mösch
Stephan Mösch lehrt als Professor für Ästhetik, Geschichte und künstlerische Praxis des Musiktheaters an der Hochschule für Musik Karlsruhe. Er ist Autor im Feuilleton der Frankfurter Allgemeinen Zeitung, Mitglied der Deutschen Akademie der Darstellenden Künste und verfasst regelmäßig Beiträge für Rundfunkanstalten der ARD. Als Jurymitglied wirkt er bei zahlreichen Wettbewerben für Gesang, Regie und Bühnengestaltung sowie beim Preis der deutschen Schallplattenkritik. Seine bei Bärenreiter und J.B. Metzler erschienene Studie Weihe, Werkstatt, Wirklichkeit. Wagners 'Parsifal' in Bayreuth 1882-1933 wurde mehrfach ausgezeichnet.