Details
ISBN/EAN: 978-3-10-403256-6
Format: EPUB
DRM: Digitales Wasserzeichen
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Weitere Details
Auflage:
1. Auflage 2014
1. Auflage 2014
Erschienen am:
25.09.2014
25.09.2014
Sprache:
Deutsch
Deutsch
Umfang:
64 S., 4.29 MB
Empfohlene App:
64 S., 4.29 MB
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Strahlender Untergang
eBook - Ein Entwässerungsprojekt oder Die Entdeckung des Wesentlichen
Beschreibung
Christoph Ransmayrs »Spielformen des Erzählens«.Christoph Ransmayrs erste poetische Arbeit, 1982 in rhythmischer Prosa geschrieben, erzählt mit grimmiger Ironie vom Verschwinden des »Herrn der Welt«, des Menschen. Als Proband - Held oder Opfer? einer Neuen Wissenschaft, die nur noch Verwüstung betreibt und nichts mehr herzustellen vermag als die Organisation des Verschwindens, wird dieser Herr im Rahmen eines »Entwässerungsprojekts« der Sahara ohne Wasser und Lebensmittel in einem »Terrarium« ausgesetzt und seinem Untergang überlassen. Während er zwischen Dünen und Geröll dem Tod durch Verdursten entgegentaumelt, belehrt ein anonymer Vertreter der Neuen Wissenschaft eine akademische Delegation in der Oase Bordj Moktar, dass hier streng nach den Gesetzen der Logik unter einer sengenden Sonne zu Ende gebracht werde, was vor Milliarden Jahren auch unter Sonnenstrahlen begann: das organische Leben, der menschliche Auftritt. Denn nachdem sich der Mensch aus dem Tierreich erhoben und hochaufgerichtet und zerstörend in jeden Zusammenhang hineingetreten ist und alles verwechselt und vertauscht hat Kultur mit Zivilisation, Fortschritt mit Technik und Ordnung mit Herrschaft , soll er an seinem Ende und Ziel im glosenden Zentrum der Wüste wenigstens eines wissen, bevor es endlich Nacht und endlich kühler wird: Ich bin es, ich, der da untergeht.Strahlender Untergang fügt sich in die Reihe der »Spielformen des Erzählens« ein, in der Christoph Ransmayr unter anderem in »Tirade« und »Verhör«, »Bildergeschichte«, »Duett« und »Ansprachen« die Spielräume des Erzählens erkundet.
Über Christoph Ransmayr
Christoph Ransmayr wurde 1954 in Wels/Oberösterreich geboren und lebt nach Jahren in Irland und auf Reisen wieder in Wien. Neben seinen Romanen »Die Schrecken des Eises und der Finsternis«, »Die letzte Welt«, »Morbus Kitahara«, »Der fliegende Berg«, »Cox oder Der Lauf der Zeit«, »Der Fallmeister. Eine kurze Geschichte vom Töten« und dem »Atlas eines ängstlichen Mannes« erscheinen Spielformen des Erzählens, darunter »Damen & Herren unter Wasser«, »Geständnisse eines Touristen«, »Der Wolfsjäger« (gemeinsam mit Martin Pollack) und »Arznei gegen die Sterblichkeit«. 2022 erschien die Sammlung von Gedichten und Balladen »Unter einem Zuckerhimmel« (illustriert von Anselm Kiefer), 2024 der Erzählband »Als ich noch unsterblich war« sowie der Band »Egal wohin, Baby« mit Fotografien des Autors. Zum Werk Christoph Ransmayrs erschien der Band »Bericht am Feuer«. Für seine Bücher, die in mehr als dreißig Sprachen übersetzt wurden, erhielt er zahlreiche literarische Auszeichnungen, unter anderem die nach Friedrich Hölderlin, Franz Kafka, Bertolt Brecht und Heinrich von Kleist benannten Literaturpreise, den Premio Mondello und, gemeinsam mit Salman Rushdie, den Prix Aristeion der Europäischen Union, den Prix du meilleur livre étranger und den Prix Jean Monnet de Littérature Européenne, zuletzt im Jahr 2023 den südkoreanischen Park-Kyung-ni-Preis. Literaturpreise: AntonWildgans Preis der österreichischen Industrie (1989), Großer Literaturpreis der Bayerischen Akademie der Schönen Künste (1992), FranzKafkaPreis (1995), FranzNablPreis der Stadt Graz (1996), AristeionPreis der Europäischen Union (1996, gemeinsam mit Salman Rushdie), Solothurner Literaturpreis (1997), Premio Letterario Internazionale Mondello (1997), Landeskulturpreis für Literatur des Bundeslandes Oberösterreich (1997), Friedrich Hölderlin Preis der Stadt Bad Homburg (1998), NestroyPreis (Bestes Stück Autorenpreis) für »Die Unsichtbare« (2001), BertoltBrechtLiteraturpreis der Stadt Augsburg (2004), HeinrichBöllPreis (2007), Premio Itas (2009), Premio La voce dei lettori (2009), Premio Gambrinus (2010), ErnstTollerPreis (2013), BrüderGrimmPreis der Stadt Hanau (2013), FranzJosefAltenburgPreis (2014), Donauland Sachbuchpreis (2014), FontanePreis für Literatur (2014), Prix Jean Monnet de Littératures Européennes (2015), Prix du Meilleur livre étranger (2015), MarieluiseFleißerPreis (2017), WürthPreis für Europäische Literatur (2018), KleistPreis (2018), Nominierung für den Man Booker International Prize (2018), Ehrenpreis des Bayerischen Ministerpräsidenten (2018), LudwigBörnePreis (2020), Premio Navicella d'Oro der Società Geografica Italiana (2023), ParkKyungniLiteraturpreis (2023)