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ISBN/EAN: 978-3-03973-084-1
Einband: gebundenes Buch
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Übersetzer:
Andrea Spingler
Auflage:
1. Auflage 2026
Erschienen am:
Sprache:
Deutsch
Umfang:
216 S.
Format (T/L/B):
2.2 x 21 x 13.1 cm

Hersteller:
Rotpunktverlag AG
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info@rotpunktverlag.ch
Hohlstraße 86A
CH 8004 Zürich
https://rotpunktverlag.ch/gpsr

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Prolit Verlagsauslieferung GmbH
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Hotel Roma

Roman, Edition Blau

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Beschreibung

Dieppe, Nordfrankreich. In den sonnigen, aber leeren Wochen der Corona-Pandemie gibt sich der Ich-Erzähler ein Versprechen: Sobald die Welt wieder offen ist, will er sich auf den Weg nach Italien machen, um den letzten Sommer von Cesare Pavese zu rekon­struieren - der erfolgreiche Schriftsteller hatte sich im August 1950 im Hotel Roma in Turin das Leben genommen. Der Erzähler träumt davon, das Rascheln von Paveses Regenmantel und das Echo seiner Schritte in den Bogengängen zu hören. Eineinhalb Jahre später sitzt er wirklich auf der Piazza Maria Teresa in Turin. Er ist von Rom angereist, wo er inzwischen wohnt. Und er ist nicht allein. Sie kommt aus Paris, Turin wird zur Haltestelle ihrer Liebe. Gemeinsam lesen sie in Paveses Leben und in seinen Werken, streifen durch die Stadt und die Hügellandschaften des Piemont, die nicht mehr ganz Erde und noch nicht Himmel sind.

Leseprobe

Aus dem Buch Pavese wurde zu jenem Freund mit den unerbittlichen Sentenzen, mit dem man nicht allzu oft zusammen sein will, aus Angst, von seinem Zustand angesteckt zu werden. Zu dem, den man schätzt, aber bei dem man zögert, ans Telefon zu gehen, wenn er anruft. Hätte ich ihn gekannt, hätte ich an manchen Tagen den Gehsteig gewechselt, wenn ich seine Gestalt auf einer Straße von Turin hätte auftauchen sehen. Er ist der Freund, der uns tapfer und feige, schön und hässlich macht. Alles, bloß kein Lehrmeister. Ein hellsichtiger Gefährte, und eines Tages wird man sich vorwerfen, dass man nicht ans Telefon gegangen ist. Seine Literatur, sagte ein italienischer Kritiker, scheint das Tagebuch der anderen zu sein, das Tagebuch von uns allen und nicht mehr nur von ihm selbst. Manche Schriftsteller geben uns, was sie nicht mehr haben. All das, was Pavese mir schenkte und was ihn verlassen hatte, war darin, die Sorglosigkeit, die Freude, auf der Welt zu sein, die kindliche Seele, der Glaube, der Trost.